Greifvögel (Fotoreise Ungarn)
- Adrian Schmid

- vor 11 Minuten
- 2 Min. Lesezeit

Einleitung:
Im Juni 2026 war ich mit einer Gruppe Fotografinnen und Fotografen in Ungarn. Ich durfte dort eine wunderschöne Fotoreise leiten. In einem naturbelassenen Gebiet in Südungarn sind viele schöne Bilder entstanden. Es wäre schade, die Bilder einfach auf der Harddisk «vor sich hindarben» zu lassen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich mit dem vielen Bildmaterial verschiedene Blogs mache und die Arten dann auch kurz vorstelle. Ich plane 9-10 Blogs ca. im Wochentakt aufzuschalten. Ich werde sie in folgende Rubriken unterteilen:
◦ Blauracke (bereits veröffentlicht)
◦ Bienenfresser (bereits veröffentlicht)
◦ Schreit- und Wasservögel (bereits veröffentlicht)
◦ Säugetiere, andere Tiere und Insekten (bereits veröffentlicht)
◦ Steinkauz (bereits veröffentlicht)
◦ Greifvögel
◦ Wiedehopf
◦ Pirol
◦ Singvögel
Viel Spass und danke, dass du hin und wieder hier vorbeischaust.
Adrian Schmid, Naturfotograf
Greifvögel
Eigentlich hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass ich in Ungarn so viele und gute Bilder von Greifen machen kann. Es war sehr trocken und viele Vögel kamen durstig an die Wasserstellen oder wollten sich mit einem Bad abkühlen. Das zieht auch die sehr scheuen Greifvögel an, die gewöhnlich nicht so gerne zu den Fotoverstecken kommen. Einmal konnte ich innerhalb einer Stunde einen Habicht, einen Mäusebussard und einen Sperber fotografieren! Mit einem Trick (mit einem Spiegel abgelenktes Sonnenlicht) konnte ich den Sperber gleichzeitig von vorne und von hinten beleuchten, was eindrückliche Bilder ergab. Auf dem Falkenturm, gleich neben unserer Unterkunft, war ein Turmfalkenpaar am Füttern. Wir versuchten, die sehr agilen Vögel beim Anflug auf das Nest zu fotografieren. Ich brauchte viele Anläufe, bis ich mit den Bildern zufrieden war. In diesem Blog stelle ich als Vertreter der Greifvögel den Sperber vor.

Der Sperber
Der Sperber ist ein Meister des Überraschungseffekts: Schnell fliegt er einer Hecke oder einer Böschung entlang, schiesst plötzlich über sie hinweg in eine Singvogelschar, greift sich ein Opfer und ist wieder verschwunden. In der Brutzeit bewohnt er hauptsächlich Wälder, vor allem im Winter ist er auch in Siedlungen anzutreffen. Hier sind die Singvögel an den Futterstellen eine leichte Beute, doch lauern mit Fensterscheiben auch zusätzliche Gefahren. Oft machen die Singvögel mit durchdringenden Warnrufen auf den Feind aufmerksam.
Grösse und Alter
Länge: 28-38 cm
Spannweite: 58-80 cm
Gewicht: 100-350 g
Höchstalter: 22 Jahre
Fortpflanzung
Brutort: Bäume
Brutdauer: 35 Tage
Jahresbruten: 1
Gelegegrösse: 4-6
Nestlingsdauer / Flugfähigkeit: 24-30 Tage
Bestand
4'000-10'000 Paare
Status (in CH): Ganzjährig spärlich
(Quelle: Vogelwarte Sempach)
Galerie von der Fotoreise Ungarn:
Bilder von Sperber, Turmfalke, Mäusebussard sowie Rohrweihe mit Blauracke




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