Der Steinkauz
- Adrian Schmid

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Einleitung:
Im Juni 2026 war ich mit einer Gruppe Fotografinnen und Fotografen in Ungarn. Ich durfte dort eine wunderschöne Fotoreise leiten. In einem naturbelassenen Gebiet in Südungarn sind viele schöne Bilder entstanden. Es wäre schade, die Bilder einfach auf der Harddisk «vor sich hindarben» zu lassen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich mit dem vielen Bildmaterial verschiedene Blogs mache und die Arten dann auch kurz vorstelle. Ich plane 9-10 Blogs ca. im Wochentakt aufzuschalten. Ich werde sie in folgende Rubriken unterteilen:
◦ Blauracke (bereits veröffentlicht)
◦ Bienenfresser (bereits veröffentlicht)
◦ Schreit- und Wasservögel (bereits veröffentlicht)
◦ Säugetiere, andere Tiere und Insekten (bereits veröffentlicht)
◦ Der Steinkauz
◦ Greifvögel
◦ Wiedehopf
◦ Pirol
◦ Singvögel
Viel Spass und danke, dass du hin und wieder hier vorbeischaust.
Adrian Schmid, Naturfotograf
Der Steinkauz
Als ich hörte, dass nächstens junge Steinkäuze ausfliegen könnten, war für mich klar: Ich wollte versuchen, ein Bild zu machen, auf dem die noch etwas unbeholfenen Steinkäuze auf ihrem Ansitzast von den Altvögeln gefüttert werden. Ich sah das Bild schon vor meinem geistigen Auge. Ich versuchte mein Glück bei jeder Möglichkeit, die sich für mich bot, wenn die Hide abends frei war. Da in diesem Jahr nur wenige Steinkäuze vor Ort waren und die Hide deswegen viel benutzt wurde, konnte ich es an vier Abenden versuchen. Leider zogen es die jungen Steinkäuze vor, sich im nahen Wald zu verstecken. Auf mein Traumbild muss ich dementsprechend noch ein bisschen warten. Übrigens, im vergangenen Jahr hatte es unglaublich viele Steinkäuze in der Gegend rund um Pusztaszer. Dafür waren fast keine Blauracken am Brüten. Heuer war es genau umgekehrt. Ich war deshalb froh, dass ich überhaupt so schöne Bilder von den kleinen Kobolden machen konnte. Ein wunderschönes Erlebnis!

Der Steinkauz hat bei uns seit Jahrhunderten in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen gelebt, oft als Untermieter in Scheunen und Ruinen. In der bäuerlichen Bevölkerung galt er mit seinen mysteriösen nächtlichen Rufen als «Totenvogel», bei den alten Griechen war er das Sinnbild der Göttin Athene, was im wissenschaftlichen Namen zum Ausdruck kommt. Durch den Rückgang extensiv bewirtschafteter Obstgärten setzte ab den Fünfzigerjahren ein schneller Rückgang ein. Heute sind die kleinen Kobolde grösstenteils verschwunden.
Grösse und Alter
Länge 21-23 cm
Spannweite: 54-58 cm
Gewicht: 140-200 g
Höchstalter: 15 Jahre
Fortpflanzung
Brutort: Baum- und andere Höhlen, Gebäude
Brutdauer: 27-28 Tage
Jahresbruten: 1
Gelegegrösse: 2-5
Nestlingsdauer / Flugfähigkeit: 30-36 Tage
Bestand CH
Bestand: 160-200 Paare
Status: Ganzjährig selten
(Quelle: Vogelwarte Sempach)
Alle Bilder von der Ungarn - Fotoreise im Juni 2026


















































































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