Die Blauracke
- Adrian Schmid

- 11. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Fotoreise Ungarn:
Im Juni 2026 war ich mit einer Gruppe Fotografinnen und Fotografen in Ungarn. Ich durfte dort eine wunderschöne Fotoreise leiten. In einem naturbelassenen Gebiet in Südungarn sind viele schöne Bilder entstanden. Es wäre schade, die Bilder einfach auf der Harddisk «vor sich hindarben» zu lassen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich mit dem vielen Bildmaterial verschiedene Blogs mache und die Arten dann auch kurz vorstelle. Ich plane, 9 -10 Blogs ca. im Wochentakt aufzuschalten. Ich werde sie in folgende Rubriken unterteilen:
◦ Erste Bilder mit dem neuen Zoomobjektiv Sony FE 100–400 mm F4,5 GM OSS
◦ Blauracke
◦ Bienenfresser
◦ Schreit- und Wasservögel
◦ Säugetiere, andere Tiere und Insekten
◦ Steinkauz
◦ Greifvögel
◦ Wiedehopf
◦ Pirol
◦ Singvögel
Viel Spass und danke, dass du hin und wieder hier vorbeischaust.
Adrian Schmid, Naturfotograf

Die Blauracke:
Die hähergrosse (etwas kleiner als eine Krähe), azurblau und rotbraun gefärbte Blauracke ist ein typischer Sommervogel und bringt einen Hauch Süden zu uns. Als Höhlenbrüter nutzt sie neben ehemaligen Grün- und Schwarzspechthöhlen auch Höhlungen in altem Gemäuer, Nistkästen sowie teilweise selbstgegrabene Höhlen in Löss- und Lehmwänden an steilen Flussufern. Sie jagt von exponierten Warten aus nach Grossinsekten wie Käfern und Heuschrecken.
Grösse und Alter
Länge: 29-32 cm
Spannweite: 52-58 cm
Gewicht: 110-155 g
Höchstalter: 11 Jahre
Fortpflanzung:
Brutort: Baumhöhlen
Brutdauer: 17-19 Tage
Jahresbruten: 1
Gelegegrösse: 3-5
Nestlingsdauer / Flugfähigkeit: 26-28 Tage
Status (in CH): Seltener Durchzügler
Quelle: Vogelwarte Sempach
Seltener Vogel sorgt hierzulande für Entzücken
In der Schweiz ist sie nur ein-, zweimal im Jahr zu beobachten
Bericht Regionaljournal DRS (Region Bern, Okt 2024)
Spektakuläre Blauracke auf der Durchreise
Wer sie beobachten will, braucht etwas Glück. Denn in der Schweiz ist die Blauracke kein Brutvogel, sondern bloss eine Durchreisende. Darum taucht sie höchstens ein-, zweimal pro Jahr auf, etwa im Frühling, wenn sie aus dem Süden zurückkehrt. «Dann ist es möglich, dass sie übers Ziel hinausschiesst und in die Schweiz fliegt, statt in Spanien zu landen», erklärt Livio Rey von der Vogelwarte Sempach.
Aber auch im Spätsommer bestehe die Möglichkeit: Wenn die Jungvögel das Nest verlassen haben, streifen sie oft noch in Europa herum, bevor sie dann für den Winter nach Afrika ziehen.
Blauracken sind Höhlenbrüter und nutzen neben ehemaligen Spechthöhlen auch Höhlungen in altem Gemäuer, Nistkästen sowie teilweise selbst gegrabene Höhlen in Lehmwänden an steilen Flussufern.
Wer sie beobachten möchte, hält am besten nach Pfosten, Leitungsdrähten oder freistehenden Bäumen Ausschau, wo sie auf ihre Beute wartet. Am frühen Morgen und am späten Nachmittag sind Blauracken etwas aktiver, und man erkennt sie leicht an ihrem unverwechselbaren, kräftigen Ruderflug.
Obschon in Mitteleuropa fast ausgestorben, gehört die Blauracke nicht zu den gefährdeten Vogelarten. In Südeuropa gibt es noch grössere Bestände.
Link zum Interview mit Livio Rey von der Vogelwarte Sempach: https://www.srf.ch/news/schweiz/vogelbeobachtung-seltener-vogel-sorgt-hierzulande-fuer-entzuecken






































































Vielen Dank für das teilen der tollen Fotos. Hast du ganz super gemacht Adrian. Schöne Grüsse Andreas